.post-body img, .post-body .tr-caption-container { max-width: 100% !important; } -->

Introducing Fritz-Loki - und wie ich dann ganz knapp doch keine Stil-Identitätskrise hatte.

Seit dem Valentinstag habe ich einen neuen Mann in meinem Leben, einen Mann namens Fritz-Loki. (Wieso Fritz-Loki heißt, wie er heißt, erkläre ich noch.)
Fritz-Loki zeichnet sind dadurch aus, dass er am liebsten herumgetragen wird und eigentlich die ganze Zeit eher faul an meinem Arm hängt. Eigentlich passt er gar nicht besonders gut zu mir und trotzdem verstehen wir uns prima.


Ihr merkt schon anhand des Fotos: Fritz-Loki ist eigentlich gar kein Mann, sondern eine Tasche. Eine goldene Tasche einer Marke, die ich hier jetzt mal nicht nenne, weil sonst gleich wieder irgendein Werbegeschrei los geht. Sagen wir einfach, der Papa von Fritz-Loki hat den gleichen Vornamen wie mein Mann und sein Nachname klingt ein bisschen wie das englische Wort für Leiche.
Und eigentlich habe ich mich nie als Zielgruppe dieser Marke gesehen. Dafür trage ich nicht gern genug Blazer und Blusen und Stoffhosen und Pumps und (falsche) Perlenketten und diese (in my not so humble opinion) furchtbaren Charm-Armband-Dinger und all solches Zeug, das mein Hirn vorurteilsbehaftet damit verbindet.


Und dennoch: Fritz-Loki und ich sind quasi unzertrennlich. Das riecht hier irgendwie alles ein wenig nach Stil-Identitätskrise. Falls man denn in eine Stil-Identitätskrise fallen kann, wenn man eigentlich gar keinen eindeutigen Stil hat.

Wie kam Fritz-Loki also zu mir und wieso (zum Teufel) heißt er Fritz-Loki?

Fritz-Loki trat vor etwa zwei Wochen in mein Leben, als wir auf dem Heimweg von Saarbrücken-Ausflug im Outlet-Dorf Zweibrücken Halt machten und ein bisschen durch die vielen Läden bummelten. Wir hatten nicht geplant, irgendetwas zu kaufen, aber schon im ersten Laden, schwatzte ich uberhusband Schuhe auf und als wir dann den Laden verließen und um die Ecke bogen, war da der Laden von Fritz-Lokis Papa, der ja eigentlich nicht so mein Fall ist. Nichtsdestotrotz ging ich rein und sagte vorher noch scherzhaft zu uberhusband "Ich glaube, wenn ich da jetzt rein geh, kauf ich mir so ne Tasche..." Drinnen angekommen, irrte ich zunächst ein bisschen verwirrt zwischen den Regalen hin und her - bis ich ihn sah. Ihn, Fritz-Loki, der damals noch nicht Fritz-Loki hieß und deshalb vielleicht eher als sie, die Tasche, bezeichnet werden sollte. Ich sah sie also. Gold-glänzend, die letzte ihrer Art, ganz einsam zwischen Brüdern und Schwestern in anderen Farben, die neben ihr  auf mich alle ein bisschen wie kleine Vollidioten wirkten. (Sorry, ich bin da voreingenommen.)

Um hier mal ein bisschen mehr Pathos reinzubringen: Es war magisch.

Obwohl eine goldene Tasche das letzte ist, wovon ich in meinem Leben so geträumt hatte, sagte ich, ein bisschen wie ferngesteuert, "Die da will ich!" und uberhusband gucke ein bisschen entsetzt und auch ein bisschen so, als würde er gleich laut loslachen. Ich wiederholte mein Anliegen, jetzt gleich genau diese Tasche zu kaufen und der Loslachen-Ausdruck im Gesicht meines Mannes wich großer, großer Skepsis.

Aber es war ja schon entschieden und ich folgte der Verkäuferin, die, überflüssigerweise, noch kurz zu uns gestoßen war, um mich zu beraten, zur Kasse. Dort sorgte ich für einen kleinen Eklat und entsetzte Blicke, als ich die Frage, ob das denn ein Valentinstagsgeschenk sei, verneinte und meine eigene Bankkarte statt der des Ehemanns zückte. Aber schließlich wurde alles gut und meine Tasche war dann endlich wirklich meine Tasche und ich hüpfte vergnügt zurück zum Auto. (Ok, ich hüpfte nicht vergnügt, sondern wankte völlig entkräftigt, weil das ja der erste Tag, an dem ich nach der Mördergrippe das Bett verließ, war. Aber vergnügtes Hüpfen hätte besser gepasst.)


Und nun? Trage ich Blazer und Pumps und Fake-Perlen-Charm-Armbänder, damit ich zu meiner Tasche passe? Nö. Ich trage weiterhin bevorzugt Jeans und Sneakers und was mir eben so gefällt. Fritz-Loki kommt damit ganz gut klar und hängt auch zu Pünktchen-Chucks und Oversized-Sweatshirt ganz zufrieden und (wie ich ja finde) cool-glänzend an meinem Arm. Diese Stil-Identitätskrise ist dann also irgendwie an mir vorbei gegangen - puh! Ich wäre auch wirklich nicht bereit für eine kritische Situation gewesen.

Ach ja, Fritz-Loki, Ihr fragt Euch sicher schon wann (zum Teufel) ich endlich erkläre, was dieser dämlich-wunderbare Name soll. Zur Taufe auf den Namen Fritz-Loki kam es, als ich stolz auf Instagram Fotos postete und mich jemand fragte, wie diese Tasche denn hieße. Ganz bestimmt hat diese Tasche einen Namen, aber ich habe keine, so wirklich gar keine, Ahnung wie er lautet und konnte ihn auch nirgendwo nachlesen. Ich beschloss also, dass die Tasche Fritz heißen sollte. Und weil ich, da ja noch im Grippe-Modus und sowieso filmsüchtig, gerade dabei war, einige Marvel-Filme (Thor, Avengers und Thor 2) nochmal anzusehen und ständig - vermutlich wegen Tom Hiddleston, weil, trotz dieser Frisur, hallooo-hoooo, Tom Hiddleston noch ein bisschen im Fieberwahn - davon sprach, dass ich ja im Team Loki und Thor nur ein fieser Mobber sei, kam irgendwann die zweite Namenskomponente dazu. So ist das halt, im Leben. 
Die Inhalte meines Blogs sind, soweit nicht anders angegeben, mein Eigentum. Sie dürfen ohne meine Zustimmung nicht kopiert oder anderweitig genutzt werden.

Im Blog verwendete Bilder, Fotos und Videostreams, die nicht mir gehören, habe ich mit einer Quelle gekennzeichnet. Diese Bilder werden nicht kommerziell genutzt, sondern
nur zu Kommentierungszwecken verwendet. Falls ihr eure Inhalte hier findet und nicht wollt, dass ich sie zeige, dann schreibt mir - ich werde sie dann entfernen.

Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich. Ich übernehme keine Haftung für die Inhalte externer Links.