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Werkunterricht mit uberhusband: Wir bauen uns eine Bank! - Easypeasy DIY-Anleitung (auch für Anfänger)!

Ich wünsche mir schon länger eine schöne Bank für unseren großen Esstisch. Oder besser: Ich wünschte, denn seit vergangenem Wochenende habe ich sie - eine wunderbare schlichte, aber besondere Bank, die mir mein Mann gebaut hat. Und weil das wirklich gar nicht schwierig ist, gibt es hier und heute eine ganz ausführliche DIY-Anleitung - Werkunterricht mit uberhusband, sozusagen.



Die Grundmaterialien für unsere Bank sind 2 Hocker und ein langes Brett. Wir haben uns für den kleinen Schweden Marius und eine Küchenarbeitsplatte aus Buche entschieden. Wichtig bei der Wahl des Hockers ist, dass man die Sitzfläche von den Beinen trennen kann. Bei der Platte muss man darauf achten, dass sie ausreichend dick ist, damit sie sich nicht durchbiegen oder schlimmstenfalls brechen kann. Unsere Platte ist ca. 3cm dick. Wie dick Eure Platte sein muss, hängt aber auch vom Abstand der Beine ab und wie sehr Ihr sie belasten wollt. Uns gefällt eine etwas dickere Platte aber auch optisch einfach gut.


Neben 2 Hockern und der Platte, die wir im Baumarkt auf unsere Wunschmaße von 2m Länge und 35cm Tiefe zuschneiden ließen, braucht man natürlich noch allerhand Kleinkram: Passende Schrauben (genauere Infos siehe unten), Zollstock und Winkel, Bleistift zum Anzeichnen, einen Bohrer, einen Schraubendreher (nicht im Bild, ups), schmales Klebeband und ggf. Schleifpapier.

Und los geht's:


Zunächst legt ihr die Platte mit der Unterseite nach oben hin. Dann müsst Ihr Euch entscheiden, wie weit die Beine vom Rand entfernt sein sollen. Bei uns sind das etwa 35cm, aber das ist Geschmackssache. Achtet nur darauf, dass die Bank stabil stehen kann. Wenn die Beine richtig liegen, messt Ihr den Abstand zu einem der Befestigungslöcher und zeichnet diesen Abstand mithilfe eines Winkels als Linie an.


Dann messt Ihr den Abstand zwischen den Befestigungslöchern. Jetzt müssen wir ein bisschen rechnen: In unserem Fall ist das Brett 35cm Tief und die Löcher sind 15,6cm voneinander entfernt. Wir ziehen also 15,6 von 35cm ab und teilen das Ergebnis (19,4cm) durch 2. Das macht 9,7cm. So weit vom Rand entfernt müssen wir unsere Markierung auf der Linie, die wir vorhin angezeichnet haben, machen.


An dieser Stelle eine kleine Materialexkursion: Wir wollen die Beine natürlich unsichtbar von unten verschrauben und es soll uns auch nix in den Hintern pieksen. Deshalb müsst Ihr beim Kauf der Schrauben darauf achten, dass diese zwar lang genug sind, dass sie das Brett sicher fixieren, aber nicht zu lang. Bei uns waren 4x35mm Schrauben perfekt. Da wir ja nicht nur nicht gepiekst werden wollen, sondern auch keine Bohrlöcher von der Oberseite der Bank sehen wollen, kommt hier uberhusband's Trick 17: Ihr schaut, wie tief Ihr ungefähr für die Schrauben vorbohren wollt und markiert diese Länge mit einer dicken, dicken Schicht Klebeband an Eurem Bohrer. 


So könnt Ihr sicher bohren, ohne dass Ihr Angst haben müsst, dass Ihr zu weit bohrt. An dieser Stelle bohren wir übrigens nur das Loch an der markierten Stelle vor. Damit die Schrauben schön fest in den vorgebohrten Löchern sitzen, benutzt uberhusband einen 3mm Bohrer für 4mm Schrauben. Falls Ihr kein Massivholz verwendet, könnt Ihr diesen Schritt auch überspringen.


Wenn Ihr das Loch vorgebohrt habt, legt Ihr Eure Hockerbeine an die richtige Stelle und schraubt die erste Schraube rein, zieht sie jedoch nicht fest. Die Beine müssen sich noch drehen lassen. So könnt Ihr das gegenüberlegende Befestigungsloch einfach über die Linie, die wir ganz am Anfang markiert haben, legen und seid sicher, dass die Beine gerade montiert werden.


Die übrigen Schraublöcher bohren wir durch die Löcher in den Beinen. Wer sich das nicht traut, markiert mit einer dünnen Bleistiftmine die richtige Stellen und dreht die Beine zur Seite während gebohrt wird. Achtet wieder darauf, dass Ihr nicht zu tief bohrt. Entweder könnt Ihr die Klebeband-Markierung von vorhin benutzen oder, wenn Ihr durch die Beine bohrt, spannt Ihr den Bohrer in der entsprechenden Länge ein.


Jetzt könnt Ihr alle 4 Schrauben fest anziehen und das Ganze auf der anderen Seite wiederholen. Falls Eure Bank sehr lang ist, könnt Ihr natürlich auch noch mehr Beine hinzufügen. Und dann ist Eure Bank schon fast fertig. Zumindest sieht sie schon aus wie eine Bank.


Da wir ein unbehandeltes Massivholz verwendet haben, mussten wir noch die Kanten etwas anschleifen, damit es keine Splitter in den Hintern gibt. :) Dazu verwendet Ihr am besten zuerst ein etwas gröberes und danach ein feines Schleifpapier. Je nach Material kann es auch sein, dass Ihr in 3 oder mehr Durchgängen schleifen müsst. 


Wir haben uns dann dafür entschieden, das Holz noch zu Ölen. Hierzu haben wir ein handelsübliches Holzpflegeöl verwendet. Es gibt auch Öle mit Pigmenten, die das Holz etwas heller oder dunkler machen können. Das Öl wird großzügig mit einem fusselfreien Tusch eingerieben und braucht dann ein paar Stunden um einzuziehen. Danach wird das überschüssige Öl mit einem sauberen Lappen abgewischt und fertig ist die Bank!


Ohne die Wartezeit bis das Öl eingezogen ist, lässt sich dieses Projekt locker in einer Stunde umsetzen, wenn man die Materialien bereits hat. Hier kommt noch unsere genaue Material- und Werkzeugliste. 

Material:
2 Hocker Marius
1 Vollholz(arbeits)platte Buche, zugeschnitten auf Wunschmaß (2m x 35cm)
8 Schrauben 4x35mm, Linsenkopf
Holzöl

Werkzeug:
Zollstock
Winkel
Bleistift
Holz-Bohrer, 3mm + passender Akkuschrauber oder Bohrmaschine
Klebeband (oder notfalls Masking Tape)
Schraubendreher oder Akkuschrauber passend zu den Schraubenköpfen
Holz-Schleifpapier (P120, P320)
saubere, fusselfreie Lappen

Falls Ihr Fragen zu möglichen Materialien hat, helfen die netten Mitarbeiter im Baumarkt sicher weiter, die kennen sich aus! Z. B. hat der Herr beim Holzzuschnitt uns sofort durchschaut, als wir die Vollholzarbeitsplatte auf 35mm zugeschnitten haben wollten. :) Er gab uns auch noch Tipps, wie man die Bank bauen könnte, so hätte er die runde Vorderkante der Arbeitsplatte als Vorderseite der Bank gelassen und aus dem Reststück evtl. eine Rückenlehne gebaut. Beides wollten wir aus ästhetischen Gründen nicht.

Viel Spaß beim Nachbauen!

(PS: Bei uns hat alles super geklappt und die Bank ist stabil. Wir übernehmen aber natürlich keine Haftung und Garantie.)
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